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Grünlandlehrgang am DLR Eifel 2026
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Grünlandlehrgänge am DLR Eifel 2026. Der April stand im Grünlandbereich wieder ganz im Zeichen der Grünlandlehrgänge. Diese finden für die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung statt. Neben den Schülern aus Bitburg nahmen auch Auszubildende des Berufsschulstandortes Bad Kreuznach am Lehrgang teil. In diesem Jahr wurde seit langem auch wieder ein Kurs für Quereinsteiger nach §45 (2) angeboten. Den Abschluss machte ein Kurs für angehende Pferdewirte. Insgesamt wurden in diesem Frühjahr fast 100 Lehrgangsteilnehmer weitergebildet. Eine umfangreiche Grünlandkenntnis ist für sämtliche Viehhalter die Basis für eine tierart- und leistunsgerechte Grundfutterproduktion. Vor allem in den Mittelgebirgen in Rheinland-Pfalz stellt das Grünland auf vielen Betrieben in großen Anteilen die Futtergrundlage für die regionale Milchproduktion dar. Auf vielen Grasbeständen ist allerdings sowohl ertraglich als auch qualitativ noch Optimierungsbedarf vorhanden, sodass der Lehrgang dazu diente, das Potenzial des Dauergrünlandes zu erkennen und dieses durch die richtige Bewirtschaftung auch zu nutzen. Foto: Die theoretisch vermittelten Inhalte wurden meist nachmittags in der Praxis anschaulich durch die Betriebsleiter, wie bspw. hier Weidehaltung und Hochsilofütterung nochmals vertieft. Begonnen wurde deshalb mit sämtlichen Grundlagen der Grünlandbewirtschaftung. Hierbei wurde vor allem auf das Nutzungsregime (Schnitthäufigkeit, Düngung, Maschineneinstellung, Grünlandpflege) und die daraus resultierende Bestandeszusammensetzung eingegangen. Im Rahmen dieser Grundlagen wurden auch die Erkennungsmerkmale der wichtigsten Grünlandpflanzen vorgestellt. Auch die Grunddüngung mit N, P, K, Mg und S wurde thematisiert, da viele Grünlandbestände vor allem bei der Phosphor- und Schwefelversorgung Defizite aufweisen. Nicht zuletzt hängt das auch mit der Kalkversorgung des Bodens zusammen, welche im Unterricht gesondert bearbeitet wurde. Foto: Über die Messung des pH-Wertes am Silostock mittels Indikatorpapier können Rückschlüsse auf die Gärqualität der geernteten Silage gezogen werden. Neben den Grundlagen wurde aber auch der Pflanzenschutz im Grünland thematisiert. Vor allem Ampfer im intensiven sowie Jakobskreuzkraut und Herbstzeitlose im extensiven Dauergrünland bereiten vielen Landwirten Probleme, sodass die Bekämpfung bzw. das Vorbeugen der Etablierung dieser unerwünschten Arten im Lehrgang behandelt wurde. Besondere Aufmerksamkeit galt auch dem Hauptproblemgras im Dauergrünland, der gemeinen Rispe. Diese flachwurzelnde Art breitet sich über oberirdische Ausläufer in lückigen Grasnarben aus und vermindert somit die Bestandesqualität. Auch hier wurde über Regulierungsmaßnahmen und den optimalen Bekämpfungstermin ausführlich diskutiert. Einen weiteren Punkt bildete die Mischungs- und Sortenwahl für Grünlandbestände. Aufgrund der häufigen Extremwetterlagen wird es immer wichtiger auf angepasste Sorten mit hoher Ausdauer zu setzen, um viele Jahre lang hochwertige Grassilagen ernten zu können. Vor diesem Hintergrund wurden auch die kleinkörnigen Leguminosen thematisiert, die sich durch hohe Nutzungselastizität und Trockentoleranz auszeichnen. Neben den Bewirtschaftungsgrundlagen des Grünlandes wurden den Schülern aber auch wichtige Aspekte aus Sicht der Tierernährung vermittelt. Dazu zählt neben der Grasernte und der Bedeutung des Einsatzes von Siliermitteln auch die Fütterung der silierten Grasaufwüchse. Hierbei wurde auf wichtige Punkte wie Schichtdicke beim Einfahren, das korrekte Verschließen des Silostocks, den anschließenden Vorschub und die Futtermittelanalyse inklusive Sinnenprobe eingegangen. Alle theoretisch vermittelten Inhalte wurden anschließend auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie dem Versuchsfeld in Kyllburgweiler nochmals praktisch gezeigt. Vor allem wurde auf die korrekte Einstellung von Mähwerk, Wender und Schwader eingegangen. Außerdem wurde die Bedeutung des Striegels im Grünland angesprochen sowie im Hinblick auf die Abschlussprüfung eine Abdrehprobe durchgeführt. Weiterhin wurde ein Controlling am Silostock inklusive Verdichtungsmessung gezeigt und auf die Auflagen beim Bau von Fahrsiloanlagen eingegangen. Dabei standen die Betriebsleiter jederzeit für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Zum Schluss wurde außerdem noch eine Grünlandbegehung mit Bestandesbeurteilung und Gräserbestimmung durchgeführt, sodass die Schülerinnen und Schüler optimal vorbereitet in ihre Abschlussprüfung gehen können. Ein weiteres Highlight war in diesem Jahr auch wieder das Thema Weidehaltung. Bei der Besichtigung des Betriebs wurde beindruckend vermittelt, dass Weidehaltung und hohe Milchleistung keinesfalls im Gegensatz zueinanderstehen und mit dem richtigen Management auch mit Weidegang wirtschaftlich Milch produziert werden kann. Ein herzlicher Dank geht an alle Referenten sowie besonders an die teilnehmenden Landwirte, die den Lehrgang mit ihrer Expertise und Fachwissen bereichert haben. Das DLR Eifel wünscht allen Auszubildenden viel Erfolg bei ihrer Abschlussprüfung. Foto: Bestandsbeurteilung und Gräserbestimmung Tobias Fries, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel Fotos: Dienstleistungszentren Ländlicher Raum
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