Sortenart :

Weisse Sorte

Anbaugebiet :

Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Pfalz, Rheinhessen

Herkunft :

1927 Kreuzung von Georg Scheu.

Kreuzungseltern :

Gutedel x Courtillier musqué

Verbreitung :

überwiegend in Rheinhessen und Pfalz.

Anbaufläche :

Deutschland (1289 ha), zugelassen in Rheinhessen (762 ha), Pfalz (474 ha), Nahe (42 ha), Mosel-Saar-Ruwer (4ha), Mittelrhein (2 ha).

Sortenname/Synonyme :

Huxelrebe

Merkmale :

Triebspitze stark wollig filzig behaart.
Blatt groß bis sehr groß, rundlich bis schwach dreilappig.
Trauben sehr groß, würzig, kleine Beeren hochreif bis rosinenartig

Klimaansprüche :

gute bis mittlere Lagen

Bodenansprüche :

hoch; Lehm-Löß; gut durchlüftet; kalkfrei

Holzreife :

mittel

Frostverhalten :

geringe Winterfrostfestigkeit

Wüchsigkeit :

stark bis sehr stark

Triebhaltung :

aufrecht

Geiztriebe :

gering

Blütezeit :

früh - mittelfrüh

Beerenreife :

früh

Beerengröße, - dichte :

groß; z.T. jungfernfrüchtig

Traubenform :

sehr groß

Peronospora :

anfällig

Oidium :

gering

Roter Brenner :

gering

Botrytis :

sehr anfällig

Schwarzfleckenkrankheit :

gering

Stiellähme :

gering

Chlorose :

hoch - sehr hoch

Schädlingsanfälligkeit :

gering

Erziehung :

weiträumige Erziehung

Unterlage :

Auf wuchsstarken Böden SO 4 oder Binova.

Weinbauliche Besonderheiten :

Die Sorte neigt sehr leicht zur Jungfernfrüchtigkeit, einer Besonderheit bei der Huxelrebe. Nach erfolgter Bestäubung keimen die Pollenkörner aus und wachsen bis zur Samenanlage. Eine Befruchtung aber findet nicht statt. Dennoch werden die Blüten nicht abgeworfen - es kommt also nicht zu einer Verrieselung - sondern die Beeren bleiben sehr klein, wachsen nicht zu normaler Größe und werden sehr süß. Ergebnis sind edelsüße Spitzenqualitäten.

Traubenertrag :

Je nach Blüteverlauf stark schwankend.

Mostgewicht :

Je nach Ertragshöhe stark schwankend, meist über 90° Öchsle.

Säure :

Die Werte schwanken zwischen 8 - 12 g/l.

Wein :

Wird die Sorte ertraglich nicht überfordert, liefert sie überwiegend Spitzenweine im edelsüßen Bereich. Weine mit einer rassig-nervigen bis filigranen Säure. Das dezente Muskataroma erinnert vorwiegend an Mango-Maracuja. Die Weine sind lange lebensfähig.

Anbauwert :

Die Huxelrebe ist eine der reaktionsfähigsten Rebsorten bezüglich einer Ertragsregulierung. Kaum eine andere Rebsorte spricht so wirkungsvoll auf die Maßnahme einer Ertragsbegrenzung mittels Ausdünnen an. Dadurch sind absolute Spitzenweine mit höchsten Prämiierungserfolgen möglich. Sie ist eine individuelle Rebsorte; die viel Fingerspitzengefühl erfordert.
Bild :Huxelrebe.jpg

Zusätzliche Bilder :