Abschlussfeier der Staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau am DLR Eifel

Bitburg. 18 Fachschüler/innen des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Eifel haben erfolgreich die Prüfungen zum/zur Staatlich geprüfte/n Wirtschafter/in der Fachrichtung Landbau abgeschlossen. In einer Feierstunde verabschiedete die Dienststellenleiterin des DLR Eifel, Dr. Anja Stumpe, die Absolvent/innen. Stefan Lehnertz von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und Manfred Zelder, Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau wünschten den jungen Absolvent/innen viel Erfolg beim Einsatz ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten in den Betrieben.




Strahlende Gesichter nach der Zeugnisübergabe: Die 18 frischgebackenen Wirtschafterinnen und Wirtschafter für Landbau des DLR Eifel mit Dienststellenleiterin Dr. Anja Stumpe (erste von links) und Klassenlehrerin Andrea Höller (erste von rechts). Foto: DLR Eifel
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen 2019
Die Fortbildung zum/zur Staatlich geprüften Wirtschafter/in für Landbau haben mit Erfolg abgeschlossen:
Elias Becker, Schmelz-Limbach; Matthias Brunsfeld, Wiesbaum; Jeremias Franzen, Schillingen; Tobias Gillen, Winterspelt; Michael Gottlieb, Bongard; Tobias Johanns, Ormont; Magdalena Kandels, Auw; Nina Lasch, Newel-Besslich; Michael Lenz, Steinborn; Tobias Meutes, Rommersheim; Saskia Midinet, Dohr; Julian Peters, Wollmerath; Robin Rauen, Merzkirchen; Thiemo Schneider, Farschweiler; Christian Schweyen, Fleringen; Simon Wagner, Mettlach-Orschholz; Michael Wirtz, Herzfeld; Hendrik Zender, Niederweis.

Social Media für Landwirte
Als Gastredner erläuterte Steven Schröder, Bundesjugendreferent der Landjugend Rheinland-Nassau, die Chancen und Risiken sozialer Medien für die Landwirtschaft. Die Meinungsbildung zu landwirtschaftlichen Themen, so Steven Schröder, werde sehr stark durch die Medien beeinflusst. Landwirte sollten persönliche Kontakte zu interessierten Verbrauchern, Anwohnern oder anderen Landwirten gezielt nutzen, um Fragen zu landwirtschaftlichen Berichten mit dem eigenem Fachwissen zu entkräften oder fachlich zu untermauern.
Wer mehrere unterschiedliche Medien wie Facebook, Twitter oder WhatsApp nutze, könne sehr unterschiedliche Zielgruppen erreichen, die ansonsten keinen Kontakt mit der Berufsgruppe der Landwirte haben.
Wichtig bei der Nutzung von sozialen Medien - egal ob zu Werbezwecken oder als Informationsplattform - sei die Bereitschaft des Landwirts, regelmäßig Informationen online zu stellen und Verbraucherfragen zeitnah zu beantworten, so Schröder.
Neben der Öffentlichkeitarbeit könnten Netzwerke aufgebaut werden. Die Foren könnten zum Austausch mit Gleichgesinnten, zur Unterstützung bei Problemen jeglicher Art, aber auch zum Start von Kampagnen und Bewegungen genutzt werden.
Es sei aber auch Vorsicht bei der Nutzung von sozialen Medien geboten. Zum Beispiel solle der Landwirt nur Dinge posten, die weder peinlich seien noch zu viele personenbezogene Daten enthielten. Bei negativen Posts anderer Nutzer sollten fachbezogene Antworten erfolgen und emotionale Antworten vermieden werden.

Kuhstall - heute noch bezahlbar?
Im Rahmen ihrer Projektarbeit stellte sich eine Schülergruppe der Absolventenklasse diese Frage und plante einen tiergerechten Stall. Das Ergebnis wurde im Rahmen der Abschlussfeier vorgestellt. Ihr Fazit: „Wir haben unseren Stall von Anfang an so ausgearbeitet, dass er möglichst kostengünstig wird, um noch einen Gewinn realisieren zu können. Unser Ergebnis war erschreckend. Ohne eine Förderung des Stallbaus wäre kein Gewinn in der Zukunft erzielbar.“

Schulbericht
Juliane Romberg, Leiterin der Abteilung Schule, erläuterte die Entwicklung des Wissenstandes der Absolventenklasse. Die Grundlagen der Produktionstechnik werden in der Berufsschule erarbeitet. In der Fachschule wird neben den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen die Produktionstechnik vertieft und die Umsetzung in den landwirtschaftlichen Betrieben analysiert und geplant. Durch viele Betriebsbesuche, Projektwochen und Exkursionen wird der Unterricht praxisnah durchgeführt. Besonders die Klassenfahrt zur Partnerschule Fontaine in Burgund/ Frankreich half den Schüler/innen, einen Blick über den „Tellerrand“ zu werfen, die französischen Betriebsstrukturen und Voraussetzungen der Betriebe mit den eigenen Betrieben zu vergleichen und zu werten.
Schülersprecher Hendrik Zender ergänzte den Schulbericht aus Sicht der Schüler.

Dr. Anja Stumpe zeichnete die Abschlussbesten der Wirtschafterklasse Tobias Meutes, Hendrik Zender und Michael Wirtz für ihre Leistungen aus. Buchprämien des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie Gutscheine über ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift DLG belohnten den Erfolg.
Damit schloss Frau Dr. Stumpe den festlichen Teil. Sie bedankte sich bei allen Lehrkräften, den Mitarbeiter/innen, Verbänden und bei den Eltern, die gemeinsam die Absolvent/innen unterstützt und zu deren erfolgreichem Abschluss beigetragen haben. Anschließend luden die Absolvent/innen die Gäste und das Lehrerkollegium zum Buffet und zur gemeinsamen Feier ein.






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